TOP Ö 132: Abschlussbericht des Bürgermeisters für das Jahr 2014

Sachverhalt:

Bürgermeister Erich Kuhn gibt einen ausführlichen Rückblick über die wichtigsten Ereignisse des Marktes Schneeberg im Jahr 2014.

 

„Verehrte Anwesende,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute ist unsere letzte Gemeinderatssitzung im Jahr 2014. Unser Sitzungssaal ist wieder festlich geschmückt. Vielen Dank Gabi für diese besonders schöne Dekoration und die weihnachtliche Einstimmung.

 

Wir wollen uns heute die Ereignisse und Tätigkeitsbereiche der Gemeindearbeit des vergangenen Jahres vor Augen führen. Vieles ist im Jahr 2014 geschehen und ich denke wir können auch voller Dankbarkeit und Zufriedenheit zurückblicken.

 

Im März hatten wir Kommunalwahl und unser Gremium hat sich erneuert. Petra Berberich, Mathias Kiel und Bernhard Speth sind neu in den Gemeinderat gewählt und vereidigt worden. Ich darf Marion Kiel, Jutta Speth und Thomas Berberich, die für uns keine Unbekannten sind, in dieser Runde hier herzlich willkommen heißen.

Helga Blatz wurde als Ortssprecherin von Zittenfelden gewählt. Zum 2. Bürgermeister wurde Kurt Repp und zum 3. Bürgermeister Bernhard Pfeiffer gewählt.
Ich freue mich, dass wir auch im neuen Gemeinderat eine konstruktive und sachliche Zusammenarbeit pflegen. Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen für ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Mein Dank und meine Anerkennung gehen an jeden einzelnen in allen drei Fraktionen im Gemeinderat: die Freien Wähler / Bürgerblock, die SPD und die CSU.

Grundlagen unserer erfolgreichen Arbeit sind der feste Wille zu vernünftigen und wirtschaftlichen Lösungen, neue Ideen und großer Arbeitseinsatz.

Der Gemeinderat und auch die Beschäftigten der Gemeinde haben viel dazu beigetragen, dass wir in Schneeberg vorangekommen sind und gute Ergebnisse vorweisen können.

 

Ein umfangreiches Projekt in diesem Jahr war die Erweiterung des Baugebietes Sommerberg.

Ende 2013 ist der Bebauungsplan in Kraft getreten. Es folgte der Abschluss einer rechtsgültigen Umlegung des Baugebietes. Dreizehn Bauplätze wurden von den bisherigen Grundstückseigentümern gewünscht und zugeteilt. Die übrigen zwei Bauplätze wurden der Gemeinde zugeteilt und nach der Umlegung an Interessenten verkauft. Somit war eine Vorfinanzierung durch die Gemeinde nicht nötig.

Die Erschließung mit Kanal-, Wasser-, und Straßen- und Kabelbauarbeiten wurde an die Firma Brandel-Bau GmbH, Tauberbischofsheim, vergeben.

Für den Eingriff in den Naturhaushalt durch die Aufstellung des Bebauungsplanes wurde eine Ausgleichsfläche von 0,65 ha erforderlich. Die Gemeinde hat eine Waldfläche im Distrikt „Alter Wald“ mit Eichen und Nebenbaumarten neu bepflanzt.

Weiterhin wurden 10 Fledermauskästen sowie 10 Nistkästen für Vögel ausgebracht, um den Verlust von Brutplätzen für Vögel bzw. von Schlafplätzen für Fledermäuse auszugleichen.

Die Erschließung des Baugebietes Sommerberg verlief planmäßig. Die Strom-, Telefon-, Straßenbeleuchtungs- und Gasleitungen wurden verlegt. Wie wichtig die zeitgemäße Erschließung des Baugebietes war, zeigte sich sofort nach Freigabe Anfang August: Fünf Bauwillige haben mit dem Bauen bereits begonnen. Schwierig war die Anbindung und der konkrete Verlauf des geplanten Fußweges vom Urbanusweg bis zum Wendeplatz Bergstraße. Mit einer vereinfachten Umlegung wurde der Grundstücksverkehr geregelt und es konnte schließlich doch eine sinnvolle, vernünftige und wirtschaftliche Ausführung umgesetzt worden.

Eine weitere Baumaßnahme war im Kindergarten die Errichtung eines Gruppenraumes mit Ausbau der sanitären Anlagen im Dachgeschoss des Kindergartens zur Schaffung von sechs zusätzlichen Kinderkrippenplätzen. Die Regierung von Unterfranken hat im Januar 2014 dieser Maßnahme zugestimmt und die Gewährung von Zuweisungen aus Mitteln der Richtlinie „Kinderbetreuungsfinanzierung“ zugesagt. Es erfolgte die Ausschreibung der Baumaßnahme durch das Ingenieurbüro Johann und Eck und die Vergaben.

Sand und Lehm mussten aus statischen Gründen aus der Holzbalkendecke herausgenommen werden. Gleichzeitig mussten die Schwingungen der Decke reduziert werden, um die notwendige Grenzfrequenz zu erreichen. Die Holzbalkendecke wurde mit Eisenstahlträgern versehen. Es folgten die  Elektro-, Trockenbau-, und Malerarbeiten und die Bodenbelagsarbeiten. Der Umzug fand bereits Anfang August statt und der Bauraum und weitere sanitäre Anlagen sind nun im Dachgeschoss untergebracht. Nachträglich sollen nun die Lärmschutzplatten durch die Firma Eck angebracht werden, um den Schallschutz im Dachgeschoß zu verbessern. Das Erdgeschoss kann für die zweite Krippengruppe genutzt werden. Das Konzept der offenen Gruppen kann für die über Dreijährigen weiterhin verwirklicht werden.

Die Bedarfsermittlung für das Kindergartenjahr 2014/2015 ergab eine deutliche Erhöhung gegenüber dem Vorjahr sowohl im Krippen- als auch im Kindergartenbereich. Bis Juli 2015 werden insgesamt 77 Kinder den Kindergarten besuchen. Im Vorjahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 68 Kinder. Davon besuchen 16 Vorschulkinder den Kindergarten. Der Gemeinderat hat Vorsorge für einen sehr guten Anstellungsschlüssel getroffen. Wir können stolz sein auf das Kindergartenteam unter der Leitung von Isabell Keßler, die im Sommer geheiratet hat. Es wird im Kindergarten vorbildliche Arbeit geleistet.

 

Die dritte Baumaßnahme im Jahr 2014 war der Abwasserkanal in der Zittenfeldener Straße.

Sie beinhaltet den Austausch des Kanals einmal von 17 m und dann nochmals von 24 m einschließlich des Neubaus eines Schachtes. Die Vergabe an die Firma Tomac, Buchen, erfolgte in der Jahresabschlusssitzung - genau vor einem Jahr. Die komplette Erneuerung des Abwasserkanals der Zittenfeldener Straße wäre durch den Einbau von Inlinern möglich. Die Gesamtkosten werden auf ca. 140.000 € geschätzt.

 

Eine wichtige Baumaßnahme ist der Bau der Aula in Amorbach. In diesem Jahr hat der Schulverband mit der der Erneuerung der Schulsporthalle der Grundschule begonnen. Mit der Sanierung und Aufstockung des Mittelschulgebäudes in Amorbach sowie der Sanierung und Erweiterung des Grundschulgebäudes haben wir in Amorbach wichtige Bildungsinvestitionen durchgeführt und gute Schulen für unsere Kinder geschaffen mit optimalen Voraussetzungen für unsere Schülerinnen und Schüler.

 

Planung zukünftiger Projekte

Der Gemeinderat befasste sich in diesem Jahr mit der Planung einer Reihe von zukünftigen Bauprojekten. Mehrmals auf der Tagesordnung standen:

 

Die Schaffung von Räumen für die Feuerwehr Zittenfelden. Der Gemeinderat und der Bauausschuss zusammen mit den Vertretern der Freiwilligen Feuerwehr Zittenfelden haben über die Planung der Räumlichkeiten in Zittenfelden für die Feuerwehr und die Dorfgemeinschaft wiederholt beraten. Die ursprüngliche Planung, die einen Stellplatz für die Feuerwehr mit Versammlungsraum, Küche und sanitären Anlagen beinhaltete, erschien dem Gemeinderat mit 435.000 € zu teuer. Das Architektur- und Ingenieurbüro Johann und Eck, Bürgstadt, wird dem Gemeinderat die Alternativplanung mit einem kleineren Raumprogramm, da es auch in Zukunft nicht absehbar ist, dass ein größeres Feuerwehrfahrzeug nach Zittenfelden verlegt wird, im Januar 2015 vorstellen. Die Notwendigkeit der Räumlichkeiten für Zittenfelden ist grundsätzlich unbestritten.

 

Die Sanierung der Kanal- und Wasserleitungen ist noch nicht abgeschlossen. Nächste Woche werden die Kanäle in der  Schulstraße, dem Bühlweg und zwischen der Ringstraße und der Marktstraße befahren, um zu prüfen, welche Sanierungen am dringlichsten sind. Die Bayernwerk AG beabsichtigt im Jahr 2015, die Hochspannungsleitung in der Schulstraße und im Bühlweg zu beseitigen und das Stromkabel in die Erde zu verlegen. Die Gemeinde ist für die Straßenbeleuchtung zuständig.

 

In der Planung ist wiederum die Verbesserung der DSL-Versorgung. Die Deutsche Telekom versorgt die Marktgemeinde Schneeberg seit Ende 2013 durch die  VDSL-Technik mit einer Geschwindigkeit bis zu 50 MBit/s. Die Haushalte in Zittenfelden (4 MBit/s) und in Hambrunn (3MBit/s) werden nicht durch die neue VDSL-Technik verbessert.

Das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat hat die Marktgemeinde über die Konditionen des neuen Förderprogramms informiert. Mit diesem Programm sollen die Ortsteile Zittenfelden und Hambrunn, sowie der östliche Teil von Schneeberg (Rippberger Straße / Roscheklinge) mit drei neuen Kabelverzweigern bestückt werden. Das vom Landkreis Miltenberg beauftragte Büro IK-T, Regensburg, arbeitet auch für die Gemeinde Schneeberg Versorgungsvorschläge aus und bereitet die Ausschreibung vor. Die Kosten für das Planungsbüro IK-T übernimmt der Landkreis Miltenberg. Fast in ganz Schneeberg ist durch Kabel Deutschland eine Internetverbindung mit einer Geschwindigkeit bis zu 100 MBit/s zu bekommen.

 

Bereits seit längerem befasst sich der Gemeinderat mit der Verwendung des Schulgebäudes in Schneeberg. Ein hiesiges Bekleidungsunternehmen hat lange geprüft, ob es die Schule in Schneeberg in ihr Unternehmenskonzept einbeziehen und für betriebliche Zwecke verwenden könnte, im April dieses Jahres aber entschieden, dies nicht zu tun. Der Gemeinderat kann sich viele Verwendungsmöglichkeiten für das Gebäude im gewerblichen und wohnwirtschaftlichen Bereich vorstellen, z.B. für Büro-, Lager-, Schulungs- oder Verkaufsräume. Auch der Umbau in eine Anzahl von Wohnungen ist vorstellbar. Der Marktgemeinderat hat nun beschlossen, den Auftrag für eine Bedarfsanalyse mit Machbarkeitsstudie für „Betreutes Wohnen für ältere Menschen“ zu vergeben, um einen Bedarf für solche Wohnformen in Schneeberg und Umgebung zu prüfen. Die Ergebnisse können eine gute Grundlage für die Verwendung der leerstehenden Schule sein.

 

Mit dem Thema Windenergieanlagen hat sich der Gemeinderat mehrfach befasst. Im Rahmen des Zonierungsverfahrens des Bezirks Unterfranken und der Regierung von Unterfranken sind auf bayerischer Seite die Flächen in Richtung Hornbach und Gottersdorf als „vertieft zu untersuchende Flächen“ ausgewiesen und werden möglicherweise als Vorranggebiete für Windkraftenergie als geeignet beurteilt, obwohl sie im Landschaftsschutzgebiet des Bayerischen Odenwaldes liegen. Die Ergebnisse eines Gutachtens sollen im Februar 2015 vorgelegt werden. Damit könnten die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Aufstellen der Windräder auch bei uns geschaffen werden. Im unmittelbaren Grenzbereich sowohl in Richtung Hornbach als auch in Richtung Gottersdorf werden keine Vorranggebiete für die Windenergienutzung auf Baden-Württembergischer Seite ausgewiesen. Die Ortschaftsräte in Hornbach und in Gottersdorf haben sich gegen Windenergieanlagen im Grenzbereich zu Schneeberg ausgesprochen.

 

 

Systematische Planungsarbeit geschieht im Rahmen der Entwicklung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK). Um die Kommunen des Bayerischen Odenwalds  zukunftsfähig zu machen, haben sich die Städte Amorbach und Miltenberg, die Gemeinden Kirchzell, Laudenbach, Rüdenau, Weilbach und Schneeberg zur „Odenwaldallianz“ zusammengeschlossen. Bereits im letzten Jahr wurden die Standesämter Amorbach, Weilbach, Kirchzell und Schneeberg zum Standesamt „Amorbach – Bayerischer Odenwald“ zusammen gelegt und eine gute und vernünftige Lösung gefunden, die allen Beteiligten Kostenvorteile bringt.
Auch im Tourismus arbeitet man interkommunal im Rahmen der Odenwald Tourismus GmbH und der Touristischen Arbeitsgemeinschaft  Bayerischer Untermain eng zusammen. Frau Kornelia Horn, Geschäftsführerin der Odenwald Tourismus GmbH, und Frau Daniela Achstetter haben den Gemeinderat über die geplante Neuorganisation und die derzeitige Tourismusförderung ausführlich informiert. Im Rahmen der Umstellung wird das Tourismuszentrum Amorbach aus der städtischen Organisation herausgelöst und als Außenstelle der Odenwald Tourismus GmbH geführt werden. Damit erfolgt eine professionelle touristische Vermarktung des Odenwaldes. Ein modernes Informations- und Buchungssystem, mit Online-Buchbarkeit von Führungen, Pauschalangeboten und Gästezimmern ist eingerichtet. Hier werden auch die Kellerführungen in Schneeberg angeboten. Der Gemeinderat hat die Mitgliedschaft in der TAG für die nächsten drei Jahre beschlossen.

Die Erstellung eines Flächenmanagements ist im Gang und die ersten Ergebnisse des Projektes liegen vor: 47 Baulücken, 14 leerstehende Wohngebäude und 26 Wohngebäude mit Leerstandsrisiko. Bei den Eigentümern erfolgt nun eine Befragung über die geplante Verwendung und den Handlungsbedarf. Die Erstellung der Flächenmanagement-Datenbank wird im Rahmen des „Städtebauförderprogramms Kleiner Städte und Gemeinden“ bezuschusst. Ziel ist die Erhaltung lebendiger Ortskerne und der Bewahrung eines attraktiven Arbeits-, Wohn- und Lebensumfeldes. Die Folgen des demographischen Wandels sind auch bei uns deutlich zu spüren und führen zu Veränderungen im gewerblichen und gesellschaftlichen Bereich. Alle Bürger und Betroffene konnten sich in die Strategieforen und im Rahmen verschiedener Themen-Workshops beteiligen.

Zur Erhöhung der Sicherheit der Bürger im Rahmen von ILEK wird von der Stadt Amorbach eine gemeinsame Beschaffung einer Drehleiter für den Amorbacher Raum vorgeschlagen. Die Stadt Amorbach sieht sich nicht im Stande, alleine ihre ausgediente Drehleiter durch eine neue Drehleiter zu ersetzen und bittet die Nachbargemeinden um Beteiligung bei den Investitionskosten und den Unterhaltungskosten.

 

Weitere Diskussionsthemen im Gemeinderat waren die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans. Das Staatliche Bauamt hat das Projekt „Ortsumfahrung Schneeberg“ für die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans im vergangenen Jahr angemeldet und  erwartet die Ergebnisse der Bewertung durch den Bund im 2. Halbjahr 2015.

 

Geschwindigkeitsmessungen im Ort

Die Marktgemeinde lässt pro Monat 6 Stunden Verkehrskontrollen durch die Kommunale Verkehrsüberwachung durchführen. Die zwei gemeindeeigenen Geschwindigkeitsmessgeräte wurden in den vergangenen Wochen im Ortsbereich eingesetzt um verdeckte und offene Geschwindigkeitsmessungen durchzuführen.

 

Einige Worte zu den Einrichtungen der Gemeinde

Kindergarten

Wir haben einen modernen und fortschrittlichen Kindergarten mit der Konzeption „Offener Gruppen“. Die Kindergartenleitung und das Kiga-Team leisten hervorragende Arbeit. Wir können auf den Kindergarten in Schneeberg stolz sein. Als eine kinderfreundliche Gemeinde hat Schneeberg das Begrüßungsgeld in Höhe von 500 € für Neugeborene in diesem Jahr bisher 15 mal ausgezahlt. Erfreulich ist auch, dass der Bayerische Staat einen Zuschuss von 100 € pro Monat für die 16 Vorschulkinder zahlt und damit die Eltern entlastet.

 

Wasserversorgung und Kanalisation

Mit dem Jahre 2014 enden die laufenden Kalkulationszeiträume mit der Folge, dass die Gebührensätze überprüft werden. Die neue Abrechnungsperiode umfasst die Haushaltsjahre 2015 bis 2017. Die aktuellen Kalkulationen weisen einen Gebührenmehrbedarf bei beiden Einrichtungen in Höhe von jeweils 0,50 €/m³ aus. Der Marktgemeinderat hat im Oktober 2014  nach den Vorgaben der Kalkulation von Röder Kommunalberatung, Würzburg, die Wasserverbrauchsgebühr von derzeit 2,60 €/m³ auf 3,10 €/m³ und die Entwässerungsgebühr von derzeit 2,70 €/m³ auf 3,20 €/m³ erhöht. Dieser Gebührenmehrbedarf resultiert zu einem wesentlichen Teil aus der Deckung der aufgelaufenen Fehlbeträge aus den Vorjahren. Weiterhin sind gestiegene kalkulatorische Kosten durch den Neubau des Klärbehälters zur Schlammentwässerung sowie die Leitungsnetzerweiterung für das Baugebiet „Sommerberg“ zu berücksichtigen. Die seit ein paar Jahren spürbar gestiegenen Unterhaltungskosten, insbesondere zur Behebung von Wasserrohrbrüchen, wirken sich ebenfalls auf die Gebührenhöhe aus.

 

Forst

Die Ergebnisse des Forstwirtschaftsjahres, der Holzeinschlag und die Wegeunterhaltung wurden im Gemeinderat erörtert und dem Jahresbetriebsplan des Forstbetriebes im Forstwirtschaftsjahr 2014 mit Fällungs-, Wegebau- und Pflegeplan zugestimmt. Das Forstwirtschaftsjahr 2014 verlief weitestgehend planmäßig.
Am 31.03.2015 endet die Laufzeit der aktuellen Jagdpachtverträge der vier Eigenjagdreviere des Marktes Schneeberg. Der Gemeinderat hat die Verlängerung der Jagdpachtverträgen für die Laufzeit vom April 2015 bis März 2024 (gesetzliche Laufzeit 9 Jahre) zugestimmt und das Revier „Sommerberg“ an Claus und Jürgen Mairon, das Revier Winterberg bis Zittenfelden an Johannes Nied, Bieringen, Heinrich Keller und Michael Breunig, und das Revier Beuchener Berg / Zittenfelden an die Jagdpächter Karl-Heinz und Christoph Speth vergeben. Es ist schön, dass die Verträge mit den einheimischen Jägern aus Schneeberg und dem langjährigen Jagdpächter und Holzabnehmer Johannes Nied, Bieringen, der bereits seit 49 Jahren sein Jagdrevier in Schneeberg hat, abgeschlossen werden konnten.

 

Bauhof - Kauf eines Schleppers

Die Marktgemeinde hat von der Firma Münig, Reichartshausen, einen neuen Schlepper zusammen mit dem Salzstreuer sowie dem Böschungs- und Heckenmulcher im Gesamtwert von 109.000 € angeschafft.

 

Feuerwehren

Im Mai fand eine Besichtigung durch die Kreisbrandinspektion statt. Die Feuerwehren in Schneeberg, Hambrunn und Zittenfelden sind größtenteils gut ausgestattet und auch gut ausgebildet. Um die Ausstattung zu verbessern hat der Gemeinderat beschlossen sowohl für Zittenfelden als auch für Hambrunn eine Tragkraftspritze zu beschaffen. Die Feuerwehr in Schneeberg bekommt eine Wärmebildkamera. In diesem Jahr fanden eine ganze Reihe von Fortbildungsmaßnahmen für die Feuerwehrleute statt. Um die Bereitwilligkeit zu heben der Feuerwehr beizutreten, sollte es eine abgestufte Grundausbildung mit einem Einsteigerlehrgang geben.

 

Öffentlicher Busverkehr

Die Verkehrsgemeinschaft am Bayerischen Untermain (VAB) hat sich nach Absprache mit der Firma Ehrlich und der Gemeinde bereiterklärt, die Bushaltestellen am Sommerberg wieder anzufahren. Da es im vergangenen Jahr zu Behinderungen durch parkende Fahrzeuge gekommen ist, wurde die Route im September geändert. Die Fahrzeughalter werden im Interesse der Busbenutzer gebeten, ihre Fahrzeuge ganz rechts zu parken, damit die Busse reibungslos durchfahren können, um auf Dauer eine öffentliche Buslinie am Sommerberg zu haben. Der Busverkehr in die Ortsteile Hambrunn und Zittenfelden wurde in diesem Jahr verstärkt. Die Gemeinde bezuschusst die günstigen Fahrpreise jährlich mit ca. 2.400 €. Es ist wichtig, dass auch die öffentlichen Busse durch die Schneeberger Bevölkerung gut genutzt werden.

 

Finanzen der Gemeinde 2014

Der Haushaltsplan 2014 wurde mit einem Gesamtvolumen von über 4,4 Millionen € im April 2014 verabschiedet. Sowohl der Verwaltungshaushalt mit 3,2 Millionen € als auch der Vermögenshaushalt mit 1,2 Millionen € zeigen eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Rekordsteuereinnahmen, die der guten wirtschaftlichen Entwicklung im Land zuzuschreiben sind, schlagen sich durch die Finanzausgleichsleistungen auch auf die Gemeinde nieder. So stand dem Markt Schneeberg trotz deutlich gestiegener Steuer- und Umlagekraft eine ausreichende Finanzausstattung zur Verfügung, um alle notwendigen gemeindlichen Aufgaben zu erfüllen. Dazu konnte eine Reihe von Investitionsmaßnahmen, allen voran die Erschließung eines neuen Baugebietes, durchgeführt werden, ohne dass die Gemeinde dafür Fremdmittel in Form von Krediten in Anspruch nehmen musste. Die Pro-Kopf-Verschuldung ohne Schulden beim Schulverband und beim Abwasserzweckverband beträgt zum Jahresende 517 € (ein Jahr zuvor waren es 558 €). Der Markt Schneeberg kann auch dem kommenden Jahr aus finanzieller Sicht beruhigt entgegen sehen. Darin wird nochmals eine ähnlich gute Finanzausstattung wie in diesem Jahr erwartet, bevor ab dem Jahre 2016 aufgrund der Verbundautomatik des Kommunalen Finanzausgleichs und der sich abzeichnenden Konjunkturabschwächung die Spielräume im gemeindlichen Haushalt wieder deutlich enger werden.

 

Kirche – Sanierung des Pfarrhauses in Schneeberg

Mit Ablösevereinbarung über eine bestehende Baulast für das Pfarrhaus hat der Markt Schneeberg sich zur Zahlung eines einmaligen Geldbetrages in Höhe von 20.000 € und zur Veräußerung einer Fläche von ca. 30.000 m², der Fl.Nr. 7185 (Alter Wald) der Gemarkung Schneeberg verpflichtet. Im Gegenzug wird die Baulast am Pfarrhaus in Schneeberg, Fl.Nr. 3022, zu Lasten der Marktgemeinde Schneeberg vollständig und ersatzlos aufgehoben.

 

Errichtung einer Kapelle

Eine Bürgerin stellte die Anfrage auf Errichtung einer Kapelle. Als Standort wurde das gemeindeeigene Grundstück am Naturparkplatz in der Zittenfeldener Straße vorgeschlagen. Dieses gemeindeeigene Grundstück liegt im Außenbereich ca. 500 m vom Ortschild entfernt. Eine Prüfung beim Landratsamt hat ergeben, dass dort ein Bau einer Kapelle nicht möglich ist. Im Gegensatz zur genehmigten Kapelle in Amorbach liegt die geplante Kapelle in Schneeberg im Landschaftsschutzgebiet.

 

Pater Anselm Grün kam auf Einladung der Gemeinde zu dem Vortrag  „Trau deiner Kraft“ nach Schneeberg. Der Erlös aus den Eintrittsgeldern wurde vom Gemeinderat  je zur Hälfte an die Katholische Kirche Schneeberg und für die Missionsarbeit der Benediktiner gespendet.

 

Asylbewerber in Schneeberg

Die Marktgemeinde hat zu einem Begegnungsabend mit den Asylbewerbern eingeladen um mit Menschen aus Syrien, Pakistan und Iran ins Gespräch zu kommen. Der Begegnungsabend war für alle Anwesenden sehr aufschlussreich. Ich bedanke mich ganz besonders bei Michael Breidenbach für seinen Sprachunterricht, der im Rathaus stattfindet und seine Fürsorge und Betreuung der Asylbewerber. Ich danke allen, die einen freundlichen Umgang mit den Asylbewerbern pflegen. 

 

Erfassung von Grünabfällen

Der Gemeinderat hat sich mit den Vorgaben des Landratsamt Miltenberg befasst, dass in Zukunft holzartige Abfälle (z.B. Heckenschnitt, Baumschnitt) und krautartige Abfälle (z.B. Grasschnitt, Staudenschnitt und Gartenabfälle) getrennt werden müssen. Wir haben unseren Grüngutsammelplatz in diese beiden Bereiche eingeteilt und einen neuen Platz für den Container für Grasschnitt, der nur noch 1,25 m hoch ist, geschaffen und planen keine Einzäunung und keine festgelegten Öffnungszeiten.

 

An der Flursäuberungsaktion unter der Leitung der Umweltbeauftragten Christa Scharnagl haben sich ca. 50 Personen beteiligt.

Die Ferienspiele 2014 haben wieder mit guter Beteiligung stattgefunden und den Kindern und Jugendlichen viel Freude und Abwechslung gebracht. Vielen Dank dem Gesangverein, der Katholischen Bücherei, dem Bürgerblock, der Freiwilligen Feuerwehr, den Pferdefreunden, der Kolpingfamilie und dem Schützenverein.

 

Die Kellerführungen in Schneeberg sind sehr beliebt und eine Bereicherung für Schneeberg. Vielen Dank den Kellerfreunden für ihren ehrenamtlichen Einsatz. 

Die Berufs- und Ausbildungsmesse im Dorfwiesenhaus war erfreulicherweise wieder sehr gut besucht. Zum persönlichen Gespräch und zur Orientierung über die Berufswelt waren 26 Firmen aus unserer Region nach Schneeberg gekommen.

 

Ortseingangsschilder

3. Bgm. Pfeiffer hat einen Vorschlag für die Neugestaltung der Ortseingangsschilder ausgearbeitet. Die Silhouette der Jubiläumszahl 775 wird  durch das Wappen des Marktes Schneeberg ersetzt, das Schild Kellerort wird ergänzt und die Rückseite wird neu gestaltet.

 

Mit der Kommunalen Dankurkunde wurden vom Markt Schneeberg fünf Personen, die alle 18 Jahre als Gemeinderat bzw. als Ortsvorsteher in den Jahren von 1996 – 2014 im Amt waren und auch noch sind, ausgezeichnet:

  • Helga Blatz-Schmitt
  • Dietmar Kuhn
  • Kurt Lausberger
  • Marita Loster und
  • Thomas Haas

 

Dank und Wünsche

Dank sage ich allen Bürgerinnen und Bürgern, die ehrenamtlich tätig sind, sei es im Kindergartenbeirat, Elternbeirat in Schulen, bei der Kirche, bei der Feuerwehr,  in den Vereinen und bei der Einrichtung 1 Stunde Zeit. Ich danke den vielen Menschen, die sich für ihre Familienangehörigen, Nachbarn oder Bekannten einsetzen. Ihr Wirken auf karitativem, kulturellem, kirchlichem und sportlichem Gebiet ist für unsere Gemeinde enorm wichtig. Meinen besonderen Dank sage ich den Beschäftigten der Gemeindeverwaltung, des Kindergartens, dem Bauhof, dem Forsttechniker und Wasserwart. Ich bedanke mich bei allen Teilzeitbeschäftigten der Gemeinde, auch den Feldgeschworenen und allen ehrenamtlichen Helfern, die an der Ampel Dienst tun.
Ich danke unserem ständigen Pressewart, Franz Miltenberger, für seine fast durchgehende Anwesenheit in den öffentlichen Sitzungen und seine ausführliche Berichterstattung.

Ich danke ganz besonders Euch, den Mitgliedern des Gemeinderates, für euer umfangreiches Engagement. Insbesondere die Ehepartner der Gemeinderätinnen und Gemeinderäte begleiten ja sehr intensiv unsere Gemeindepolitik. Ihnen danke ich ganz besonders. Es freut mich, dass ihr heute Abend anwesend seid und wir zusammen den Jahresabschluss feiern können.

 

Wir wollen dankbar zurückschauen und mit Zuversicht und Tatkraft uns den Herausforderungen der Zukunft stellen. Mit Gottes Segen wird uns auch das Jahr 2015 zum Erfolg führen.

Euch allen, Euren Ehepartnern, euren Freunden und Familien wünsche ich eine besinnliche Adventszeit, ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, Gesundheit, Zufriedenheit, Glück, Erfolg und Gottes Segen im Jahr 2015“

 

 

Im Anschluss daran dankt 2. Bürgermeister Kurt Repp dem Bürgermeister für die geleistete Arbeit im abgelaufenen Jahr:

 

„Lieber Erich,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

wir stehen mitten in der Adventszeit und bereiten uns auf die bevorstehende  Weihnachtszeit vor. Jedoch von der besinnlichen Adventszeit ist, wie auch in den Jahren zuvor, noch kaum etwas zu spüren. Wenn man nicht weihnachtlich geschmückte Straßen, Häuser und Geschäfte sehen würde ginge das alles an vielen von uns spurlos vorüber.

Das liegt oftmals daran, dass man bis zum Hals noch in Arbeit steckt und vor dem Jahreswechsel noch vieles erledigen möchte ohne einmal an sich oder an die Familie zu denken.

Wenn man das aber so richtig betrachtet sind wir nicht das ganze Jahr Gefangene der schnelllebigen Zeit und vergessen oder verdrängen oftmals was rund um uns auf unserer Abenteuerreise durch das Jahr passiert ist und uns bewegt hat?

Deshalb ist es wichtig am Ende eines Jahres noch einmal zurück zu blicken und das was war in Erinnerung zu rufen.

 

Das war eine spannende Sache. Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien wurde zum absoluten Straßenfeger und zum Schluss schafften die Jungs von Jogi Löw an das was kaum jemand glaubte  – Deutschland wurde Weltmeister. Dagegen verblassten zeitweilig andere Ereignisse des Jahres. Schon zu Beginn 2014 hatte Russland sich die Krim „angeeignet“ und die Ukraine steckte in einer tiefen Krise, die im Verlauf des Jahres gewalttätige Ausmaße annahm und die Welt in Atem hielt. Das tat auch der IS, der seinen terroristischen Kampf unerbittlich in Syrien fortsetzte und über den mittlerweile die ganze Welt nachzudenken gezwungen war. Viele Kriege und Verfolgungen weltweit sorgen dafür, dass immer mehr Menschen auf der Flucht sind um in anderen Ländern Zuflucht zu suchen. Auch Deutschland wird überströmt von Flüchtlingen, dass man kaum noch weiß wo man sie unterbringen kann. In Schrecken war die Welt auch durch den Ausbruch der Ebola-Epidemie versetzt worden, die immer weitere Kreise zog und durch die bereits in Europa Menschen mit dem tödlichen Virus infiziert waren. Ein Heilmittel gab es noch nicht, doch die Forschung arbeitete fieberhaft daran und würde womöglich schon 2015 einen Impfstoff auf den Markt bringen.

Das Jahr 2014 stand auch im Zeichen von 3 historischen Jahrestagen, die Deutschland  weitgehend geprägt hat. Das war zum einem der 1. Weltkrieg, der im August 1914 vor genau 100. Jahren begann.

Des Weiteren der 2. Weltkrieg, den Deutschland vor 75 Jahren selbst auslöste und den 25. Jahrestag des Mauerfalls.

Gedenken sollte man auch jene, die durch ihre Zivilcourage anderen halfen und dabei ihr Leben lassen mussten, wie kürzlich die junge Studentin Tugce Albayrak. Vor all denen sollten wir uns vor Ehrfurcht verneigen.

 

2014 fand auch die Kommunalwahl in Bayern statt, die einige Veränderungen in den Landratsämter und Rathäuser mit sich brachte. So wie bei uns, im Landkreis haben wir mit Jens Scherf erstmalig einen grünen Landrat und auch bei uns im Gemeinderat konnten wir 1 neue Kollegin und 2 neue Kollegen begrüßen.

 

Mit viel Elan und Schaffenskraft haben wir im abgelaufenen Jahr gemeinsam mit dir, Erich, als unser Vorsitz zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger viel erreicht.

Du hast bei deinen Ausführungen schon alles angesprochen und ich habe auch nichts mehr hinzuzufügen, ich möchte trotzdem 2 wichtige Projekte hervorheben, die wir erfolgreich zu Ende bringen konnten, die einer besonderen Wichtigkeit für die Infrastruktur in Schneeberg zu zuordnen sind. Ich spreche  von der Erschließung und Erweiterung des Baugebietes Sommerberg und die Umgestaltung der Räumlichkeiten im Kindergarten, das uns die Möglichkeit gab, eine weitere Kleinkindgruppe unter 3 Jährigen zu schaffen.

All dies ist deinem persönlichen Einsatz und Engagement zu verdanken, den du immer wieder für unsere Heimatgemeinde aufbringst, dafür gebührt dir Respekt und Anerkennung. Ich darf mich bei dir im Namen aller Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderates für deine geleistete Arbeit recht herzlich bedanken.

 

„Das Erste, das der Mensch im Leben vorfindet, das Letzte, wonach er die Hand ausstreckt, das Kostbarste, was er im Leben besitzt, ist die Familie.“

(Adolf Kolping)

 

Im diesem Sinne wünsch ich dir, deiner Frau Elvira und deiner ganzen Familie  ein gesegnetes Weihnachtsfest und für das Jahr 2015 Gesundheit, Glück, Erfolg und Gottes Segen.

Auch euch liebe Kolleginnen und Kollegen mit euren Familien eine nicht allzu stressige Vorweihnachtszeit und frohe Festtage.

 

„Die Zeit an sich betrachtet ist völlig wertlos, sie erhält den Wert für uns erst durch unsere Tätigkeit in ihr.“

(Adolf Kolping)

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

genau das sollten wir immer vor Augen haben, dass wir der Zeit, die wir opfern, durch unsere Tätigkeit einen Wert verleihen zum Wohle der Bevölkerung von Schneeberg, Hambrunn und Zittenfelden, dazu wünsche ich euch Glück, Gesundheit, Erfolg sowie Kraft für neue Aufgaben im Jahr 2015.“

 

 

Bürgermeister Kuhn überreicht als kleines Dankeschön an die Mitglieder des Marktgemeinderates ein Duschhandtuch mit dem Wappen und dem Schriftzug Markt Schneeberg.